Ein rätselhafter Titel. Und ein rätselhaftes Paket. Das habe ich nämlich anonym bekommen. Mit Kram drin. So ‘ne Postkarte, ein Kartenausschnitt von Berlin Schöneberg, ein unbeschrifteter, gebrannter CD-Rohling und ne Bierflasche gefüllt mit Getreidesamen und einer Stimmgabel. Aha…

Ich bin also ein Promotion-Opfer. Ein virales, quasi. Laut. Bunt. Schrill. zart. Wild. Anders. Unbekannt. Neue Stimmen braucht das Land, wir haben sie. Was wohl Ina Deter dazu sagen würde? Das deutet zumindest auf ältere Semester hin. Die Karte hingegen wirkt wie von einer jungen Praktikantin geschrieben.

Anscheinend soll ich auf die CD gucken. Hab ja kein CD-Laufwerk mehr im Notebook, nachdem ich dafür ne SSD reingepackt hatte. Und nun? Ok, mein Mac mini am Plasma-TV angeschlossen hat zufällig noch eins. Mal reinpacken… oh, eine Audio-CD. Mit Musik.

Da frag ich doch mal Tante Google, was sie so darüber weiß und finde Julia, Conny, Oliver, Tobias, Paul, Nico, TLGG, Roadrunnerswelt und Oliver. Schon praktisch, dass mein Paket zwei Wochen lang wegen einer falsch geschriebenen Adresse und fehlendem Absender unterwegs war. So gibts einen Haufen Quellen, die das ganze in einen Kontext setzen könnten. Tun sie aber nicht. Aber zumindest hat der eine Oliver sich die Mühe gemacht, die Songs der CD heraus zu finden.

Die Musik ist gar nicht mal schlecht. Aber erzeugt diese Aktion wirklich den Buzz, den sich die Initiatoren von dieser Aktion erhoffen? Anscheinend nicht. Wer sucht schon nach Bierflasche und Stimmgabel auf Google? Interessanter Weise kenne ich vier der Adressaten persönlich. Komische Aktion. Die Aktion soll vielleicht viral sein, allerdings sind alle eher verschnupft.

Wer hat’s erfunden? Keine Ahnung.

Ist es viral? Eher nicht.

Warum schreibe ich darüber? Die Sonne scheint, ich entspanne auf dem Sofa mit dem Notebook neben mir, warum also nicht.

Werde ich mich morgen noch daran erinnern? Nein.