Apple schafft es immer wieder, neue und attraktive Modelle zu veröffentlichen, die meistens ein Haar in der Suppe haben. Zumindest für mich.

Mit meinem eigentlich viel zu großen und schweren MacBook Pro 15.4″ bin ich zwar gut ausgestattet, hätte es aber gerne etwas portabler. Ein Luxusproblem. Nun habe ich mich aber an ein paar für mich wichtige Features gewöhnt, die ich nicht mehr missen möchte.

Fehlende Features, ohne die ich nicht leben kann

  • Infrarot. Ohne Fernbedienung keine blind steuerbaren Präsentationen. Ein Touch-Device hilft mir nicht.
  • Beleuchtete Tastatur. Ist bei wenig Licht einfach soo angenehm.
  • FireWire. Im Speziellen kein FireWire Target Mode. Löst im Fehlerfall schnell Probleme, da ich mein optische Laufwerk gegen eine SSD getauscht habe und nicht mehr von der System-DVD booten kann.

Fehlende Features, die unbequem sind

  • Kabelgebundener Gigabit-Netzwerkanschluss. Manche Kunden haben tatsächlich kein WLAN oder geben es nicht frei.
  • Digitaler Audioausgang (geschweige denn -eingang). Nix mit HD-Filmen und -Sound auf’m Plasma. Weder über Line-Out, noch Mini DisplayPort.
  • RAM. Max. 4 GB RAM ist nicht die Welt.
  • Speicherplatz. Mit nur 256 GB SSD hätte ich wirklich zu kämpfen, zumal bei SSDs dringend 25-33% frei bleiben sollten. Also nur ca. 170-190 GB netto.

Na ja, und die FaceTime Kamera anstelle der iSight ist auch nicht so prickelnd.

Warum also ein MacBook Air?

  • Dimensionen und Gewicht. Klar, kleiner und leichter ist sexy.
  • Auflösung. Hohe Auflösung bei geringer Bildschirmdiagonale. Scharfe, wenn auch kleine, Schrift.

Vergleich MacBook Air 13,3″ und 11,6″

  • Dimensionen und Gewicht. Auch offensichtlich.
  • Bildverhältnis. 16:9 anstelle 16:10.
  • Geschwindigkeit. CPU- sowie RAM-Geschwindigkeit ca. 1/3 höher und doppelt so viel L2-Cache. Im Vergleich zu den Geschwindigkeitsunterschiede der anderen MBP-Modelle ist das enorm.
  • Akkulaufzeit. Auch ca. 1/3 länger (7 h statt 5 h).

Favorit MacBook Air 13,3″

Das kleine 11,6er hat absoluten Gadget-Charakter: klein und schnuckelig. Als Hauptgerät aber zu klein. Und zu langsam. Da kann ich dann gleich mein iPad nehmen, wenn’s besonders klein sein soll. Nein, das 13er ist mit nur 300 g mehr Gewicht einfach das deutlich “rundere” Modell.

So schön aber das MacBook Air ist (klein und leicht, dabei aber leistungsfähig), so ärgerlich sind sie mir fehlenden Dinge. Vielleicht wird Apple in der nächsten Iterationsstufe des MacBook Airs wieder eine beleuchtete Tastatur anbieten, aber FireWire und Infrarot wird’s wohl nicht geben. Ohne FireWire geht’s vielleicht, aber die Summe aller Nachteile sind in meiner jetzigen Situation leider nicht durch das Gewicht und die Größe aufzuwiegen. Schade.

Fazit – Was tun?

Abwarten und Tee trinken. Mein 2009er MacBook Pro läuft gut und ich brauche zurzeit die 8 GB RAM. Mal sehen, was die nahe Zukunft so bringt. Es stehen ja kurzfristig wieder Upgrades für die MacBook Pros an. Und MacBook Airs mit Intels Sandy Bridge Chipsatz werden auch endlich für Core i3 oder Core i5 Prozessoren sorgen: deutlich höhere Leistung bei gleichem Stromverbrauch. Ich bin gespannt.

Update

Ich habe jetzt auch das 2011er MacBook Air mit dem MacBook Pro verglichen.

(Foto: Mario Yang, cc by-nc-sa 2.0, bestimmte Rechte vorbehalten)